WAS MYSTIK MIT DER DNA ZU TUN HAT

Wie sich erweist, schreibt sich das Thema des Ausgleichs der männlichen und weiblichen Anteile der Schöpfung und besonders im Menschen fort.

Vor wenigen Tagen schaute ich mir den ausgezeichneten Film von Margarethe von Trotta an: Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

Hildegard wird darin von einer hervorragenden Barbara Sukowa nach meinem Gefühl sehr authentisch dargestellt.

Für mich waren in diesem Fall allerdings nicht die äusserst beachtenswerten Visionen der Hildegard das Wichtigste, sondern die Botschaft, der ich nun schon seit vielen Jahren folgte: Der Ausgleich von männlichen und weiblichen Energien.

Natürlich ist dieser Ausgleich immer vorhanden, denn alles, was einmal Teil eines Ganzen war, strebt immer wieder nach Vereinigung bzw. energetischem Ausgleich. Aber es war meist ein eher mühevoller Vorgang, der sich im Ringen ums tägliche Überleben erschöpfte.

Wie ich in meinem vorangegangenen Artikel ALBANI - DAS UNERHÖRTE ABENTEUER? berichtete, gab es in seltenen Ausnahmefällen ein äußerst fruchtbares Zusammenwirken beider Elemente, verkörpert durch zwei Menschen unter dem Dach der Kirche. Ebenso wie Abt Geoffrey de Gorham und Christina von Markyate versagten sich Hildegard und der Mönch Volmar von Disibodenberg den körperlichen Ausdruck ihrer Liebe. Sie erblühte dennoch in den gemeinsamen Werken, denn Volmar war es, der ihre Visionen aufzeichnete und auch Ereignisse ihres Lebens schriftlich festhielt.

Margarethe von Trotta, Regisseurin dieses Filmes, macht auf einen bedeutsamen Aspekt dieser Epoche aufmerksam: "Das ist ja das Spannende an der Zeit, dass Religiöses und Weltliches nicht auseinander zu dividieren waren. Wissen und Glauben bildeten eine Einheit, was uns heute völlig unverständlich ist. Alles, was man an Wissen hinzuerwarb, stammte von Gott, und man hat es eingesetzt für Gott. Ich habe das auch gar nicht hinterfragt, sondern eins zu eins dargestellt. Wer weiß, vielleicht erhalten wirklich Menschen Aufträge von Gott. Ich bin nicht so gläubig, aber ich habe trotzdem nicht das Recht zu behaupten, Visionen existierten nicht."

So gab es zwar die Trennung zwischen männlichen und weiblichen Energien im Bereich des menschlichen Umgangs miteinander, Trennung von göttlichem und menschlichem Wesen, aber die Verbindung zwischen Leben und Glauben war erhalten.

Was sich in den vergangenen Jahrhunderten bis heute entwickelt hat, ist die sowohl auf irdischer wie auf seelischer Ebene planvolle Loslösung des einen vom anderen. Bei all diesen Unternehmungen, die immer in große Abenteuer mündeten, die den Einzelnen ebenso betreffen wie die gesamte Menschheit, geht es immer wieder um den Umgang mit der Macht.

Hier weiterlesen >>>


Quelle/Zugesandt von: Licita


Wie gefällt Dir SomethingToThinkAbout? Möchtest Du uns einen Artikel zum Veröffentlichen zusenden? Emaile uns.
Bitte unterstütze unsere Bemühungen diesen Newsletter interessant zu halten. Wir sind für jede Spende dankbar. Das Link findest Du in der linken, vertikalen Navigationsleiste. Herzlichen Dank.

Share on Google Plus

0 comments:

Kommentar veröffentlichen