Menschenwürde - Interpretiert von Politik und Wirtschaft

Die Würde des Menschen ist unantastbar - diesen Satz schreiben sich viele Verfassungen in Demokratischen Ländern als Grundsatz selbst vor. Der Begriff Menschenwürde wird jedoch dabei nicht genau festgelegt, Werte wie Anstand oder Moral sind je nach Land und Kultur unterschiedlich ausgelegt.

Aber zur Würde des Menschen gehören auch Rechte, das Recht eine Religion auszuüben, Demokratische, Politische Rechte, das Recht seine Freunde, Bekannten selbst auszusuchen und das Recht darauf zu hoffen, körperlich unversehrt mit Behörden zu verkehren. Guter Satz, aber um genau den könnte es gehen. Denn dieses Recht, darauf zu vertrauen dass man körperlich unversehrt mit Behörden oder ihren Vertretern bei Amtshandlungen zusammen trifft, wird immer mehr und mit immer mehr Härte von den Behörden missachtet.

Wo bleibt die Würde des Einzelnen, wenn er sofort nach seiner Geburt im Zweifelsfall als Verdächtiger eingestuft wird, wenn seine persönlichen Kenndaten (Fingerabdrücke) jederzeit jeder Polizeibehörde zur Verfügung gestellt werden, wenn man kein Telefonat und schon gar keine Email schreiben kann, ohne dass der grosse Bruder alles genau überwacht???

Und alles zum Schutz des Bürgers ... ein guter Witz. Vor lauter Schutz unserer hochgelobten Demokratischen Rechte, sehen die meisten Bürger untätig zu, wie ihnen genau diese Rechte unter dem Hintern weg gezogen werden.

Nach dem kalten Krieg, nach dem Zerfall der UDSSR, kam den westlichen Militärs und der Rüstungsindustrie der Feind abhanden. Macht und Gewinne waren gleichermasen bedroht. So schaffte man sich schnell einen neuen Feind, der in die Bresche sprang. Einmal ehrlich, wie viele Europäer hatten bereits mit einem Araber oder überhaupt mit einem Mohammedaner Streit? Wenige - aha. Trotzdem werden sie uns als die neuen, grossen Feinde verkauft. Differenzen, die bestehen, sind grossteils um die U.S. Aussenpolitik, die nur selten von anderen europäischen Ländern (wenn dann nur England), mitgetragen wurde. Und auch Araber kennen den Unterschied zwischen Austria und Alabama, zwischen Georgia und Germany.

Erfolgreich zwingt man uns jedoch nun, nicht von uns begonnene Konflikte mit auszutragen. Zu verlockend sind für manche Politiker, Gerichte, Polizisten die dadurch gebotenen Möglichkeiten. Hunderttausende mitgeschnittene Telefonate, Emails, Handy Bewegungsprofile, etc., das ergibt den gläsernen Bürger, aus dem sich jeder gewünschte Täter für jedes begangene Verbrechen zimmern lässt.

Schikanen beim Flugverkehr sind besonders beliebt. Da muss schon mal ein Verrückter, der dann noch zum Glück Muslime ist (oder zumindest nicht beweisen kann, dass er keiner ist), herhalten. Schon haben wir Nacktscanner an den Flughäfen. Die Würde des einzelnen wird in kleinen Portionen im Namen unserer Sicherheit abgebaut, wir gewöhnen uns daran und nehmen es einfach hin. Oder hat schon irgend jemand angedroht, unter diesen Umständen nicht mehr mit dem Flugzeug seinen verdienten Urlaub zu anzutreten?

Zuerst nur Überwachung des Internets - wegen der Kinderporno - das versteht doch jeder. Dann Überwachung der Telefone um Drogengeschäfte zu verhindern, na das versteht auch jeder. Dann schikanöse Kontrollen auf jeden Flughafen, das versteht auch jeder, geht ja gegen die bösen Terroristen.

Der Terrorist ist kein Mensch der andere terrorisiert, denn unsere Behörden sind ja keine Terroristen, sondern jene sind Terroristen, die sich dagegen wehren. Gesetze, die im Zuge des Kampfes gegen den Terror eingeführt wurden und werden, lassen sich wunderbar gegen Tierschützer oder Umweltaktivisten anwenden. Greenpace wird bald keine Wahlfänger mehr abdrängen dürfen, ohne zu riskieren, mit Nationalen Luftstreitkräften im Zuge der Terrorbekämpfung in Konflikt zu geraten.

Wer gut und wer böse ist, das wird von oben bestimmt. Wenn U.S. Streitkräfte eine Hochzeit bombadieren, so ist das ein Kolateralschaden, wenn ein Arabischer Vater seine Frau und Kinder gegen Übergriffe wildgewordener U.S. Besatzer schützt, ist er ein Terrorist.

Erstaunlich, die Medien spielen brav das Spiel mit und Unterstützen den Hang, neue Feindbilder zu schaffen. Waren noch jedem bis vor einigen Jahren die Mohamedaner gleich, so weiss heute jeder, wie schlecht der Islam ist. Kinderheirat, Frauenunterdrückung, Ehrenmord. Das alles ist bei denen an der Tagesordnung. Unsere Medien prügeln auf Muslime ein und wundern sich dann, wenn sich diese in Europa absondern und missvertanden fühlen.

Wir in unserer Kultur würden "niemals" Kinder Jahrelang in einen Keller sperren, wir würden nie Frauen weniger Lohn für gleiche Arbeit bezahlen, wir würden nie unerwartet an einem Sonntagmorgen mit einer legal gekauften Jagdwaffe die Familie ausrotten. Und überhaupt, in der 2000 jährigen Geschichte und auch Gegenwart unserer christlichen Kirche gab es niemals Kriege, Unterdrückung Hexenverbrennungen, Mafiabetrügereien, Kindesmissbrauch, ...
Niemals - denn wir sind der gute, aufgeklärte und fortschrittliche Westen, der vom Rückständigen, bösen Islam bedroht wird. Zu diesem Bild trägt auch die Berichterstattung in den Medien bei. Wer genau liest, der wird schnell feststellen, dass fast immer die Farbe schwarz mit dem Islam in Zusammenhang gebracht wird. Immer wird ein religiöser, kultureller oder gesellschaftlicher Gegensatz, bei dem die westliche Kultur die überlegene ist, dargestellt. Fotos von Muslimen zeigen immer bärtige, finster blickende Männer, wenn möglich mit Gewehr in der Hand.

Und erst das auftreten mancher Muslime bei uns ... Tragen sie normale, Abendländische Kleidung, so geraten sie in Verdacht, ihre Herkunft verheimlichen zu wollen; tragen sie ihre Landestracht, soll sich der "Kerl" gefälligst uns anpassen. Ein besonderes Streitthema, das Kopftuch. Es gehört schon eine Menge Einfühlungsvermögen der besonderen Art dazu, festzustellen, dass eine Frau, die ein Kopftuch trägt, unterdrückt wird; und eine andere, die eine Goldhaube trägt, traditionsbewusst ist. In ländlichen Gegenden kann auch ein Kopftuch als volkstümlich gelten, aber nur wenn die Hautfarbe der Trägerin nicht zu dunkel ist, und die Haarfarbe sollte blond oder zumindest nicht mehr als dunkelbraun sein.
Liebe Frauenrechtler, kümmert auch um die Rechte der Frauen im eigenen Land und bezahlt ihnen für gleiche Arbeit den gleichen Lohn, ladet nicht die gesamte Kindererziehung bei der Mutter ab, etc. Die weiblichen Muslime werden sich, wenn es soweit ist und ihrem Willen entspricht, selbst ihre Recht verschaffen. Das kann man Frauen, die in Kriegs- oder Hungergebieten, in Gegenden wo es keinerlei medizinische Versorgung gibt, Kinder erziehen ruhig zutrauen.

Bewahren wir unsere Würde; lassen wir uns nicht in Konflikte ziehen, die wir gar nicht wollen, nicht begonnen haben und auch mit uns niemand haben will.



Quelle/Zugesandt von: wrohr.eu



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