Pillendreher oder Zahlendreher?

Trotz angeblich umfangreicher Medikamententests im Labor und an Tieren, werden Menschen immer wieder schwer krank nach Einnahme von Medikamenten.



Meistens wird bei den angeblichen "Medikamententests" geschludert. Man weiss schon lange, dass Tierversuche generell nicht uneingeschränkt auf den Menschen übertragbar sind.


Trotzdem tönt es regelmäßig aus der Pharmaindustrie: "Erfolgreich getestet!".


Der Journalist Marc Scheloske schreibt unter dem Titel "Unerwünschte Studienergebnisse zu Cholesterinsenkern": "Diabetes ist eine Volkskrankheit, und für die Pharmakonzerne ist das Geschäft mit den Cholesterinpräparaten hochlukrativ. Mit aggressivem Marketing für ihr Medikament "Zetia" haben die Konzerne Merck und Schering-Plough bereits rund 20% im hart umkämpften US-Markt erobert. Die Umsätze in diesem Segment liegen im zweistelligen Milliardenbereich. Nun wird publik, daß der Cholesterinsenker möglicherweise für Leberschäden verantwortlich ist. Die Hersteller hatten interne Studienergebnisse jahrelang verheimlicht." (2.1.2008 www.heise.de)

Es ist wird aber noch schlimmer: Die gefährlichen Nebenwirkungen des Rheumamedikaments "Vioxx" waren den Herstellern bekannt, aber sie wurden nicht veröffentlicht. Warum? An der Studie waren Firmenangestellte beteiligt!

Negative Ergebnisse zu zensieren, scheint bei Pharmafirmen gang und gäbe zu sein. Zusätzlich wird mit massiven Medienkampagnen künstlicher "Bedarf" geweckt.


Jörg Blech schreibt im "Spiegel": "Krankheitserfinder verdienen ihr Geld an gesunden Menschen, denen sie einreden, sie wären krank. Ob soziale Phobie, Internet-Sucht, erhöhter Cholesterinspiegel, larvierte Depression, Übergewicht, Menopause, Prä-Hypertonie, Weichteilrheumatismus, Reizdarmsyndrom oder erektile Dysfunktion – medizinische Fachgesellschaften, Patientenverbände und Pharma-Firmen machen in nicht enden wollenden Medienkampagnen die Öffentlichkeit auf Störungen aufmerksam, die angeblich gravierend sind und viel zu selten behandelt werden."

Die Korruption in der Gesundheitsbranche hat laut der Vereinigung "Transparency International" allein in Deutschland zwischen 6 bis 20 Milliarden Euro verschlungen!


Das gibt zu denken. Das Gesundheitswesen sollte doch, wenn ich mich nicht irre, die Menschen gesund machen oder wenigstens gesund erhalten? Aber was wird in der Pharmaindustrie gemacht? Man dreht die Zahlen so lange hin und her, bis sie vorteilhaft erscheinen. Konkret: Fällt eine Studie insgesamt negativ aus, dann wird so lange gesucht, bis man positive Nebenbefunde ausgegraben hat. Es werden dann nur die Teileresultate veröffentlicht und der Rest unterschlagen.

So wurden bei Studien die ersten 6 Monate auf 12 Monate hochgerechnet und die schlechten Ergebnisse der zweiten Hälfte, die bereits vorlagen, unterschlagen. Dies ist z.B. beim entzündungshemmenden Medikament "Celebrex" so gemacht worden. Wie man sieht, kann man "sehr gute" Resultate erzeugen, wenn die Studiendauer kurz genug ist, dass die Giftwirkung noch nicht messbar in Erscheinung tritt.

"Aber auch Studien zu anderen Medikamenten kann nur sehr bedingt vertraut werden, wenn sie ganz oder teilweise von Arzneimittelunternehmen finanziert wurden. Die Autoren einer vor acht Jahren erschienenen Studie zum Schmerzmittel "Vioxx" erwähnten beispielsweise einfach drei Herzinfarkte nicht, obwohl sie ihnen dem "New England Journal of Medicine" zufolge bekannt waren. Der Pharmakonzern Merck konnte sein Medikament auch nach Erscheinen der so geschönten Studie noch mehrere Jahre lang verkaufen, bevor es vom Markt genommen wurde. Nach den Berechnungen eines Mitarbeiters der US-Gesundheitsbehörde "Food and Drug Administration" (FDA) könnte das Schmerzmittel in diesem Zeitraum bei bis zu 140.000 Menschen Herzinfarkte verursacht haben." (www.heise.de, 3.3.2008)

Die Schulmedizin sieht in den Symptomen die Zeichen einer Krankheit.


Sie muss durch die Diagnose erkannt und durch Medikamente beseitigt werden. Z.B. wird die Schleimproduktion der Nase (Schnupfen) durch Nasentropfen gestoppt. Der Husten wird mit Hustensaft unterdrückt. Das Fieber wird mit Medikamenten bekämpft. Schmerzen werden mit Medikamenten "beseitigt". Aber genau diese Symptome sind oft Zeichen einer Heilphase des Körpers. Sie gehören nicht zur Krankheit selbst, sondern sind meist nur natürliche Abwehrmassnahmen des Körpers.

  • Der Schnupfen jedoch soll den Erreger umschliessen, und durch das Niesen werden sie aus dem Körper katapultiert.
  • Beim Husten dasselbe.
  • Fieber tötet die Erreger ab, und die Kopfschmerzen zwingen den Patienten, sich ruhig zu verhalten, damit der Körper die Energie für den Abwehrkampf zur Verfügung hat. Die Natur ist weise!

Immer wieder wird auch vergessen, dass der Patient ein individuelles und einzigartiges Wesen ist. Dass jeder Organismus anders reagiert und individuell behandelt werden muß. Dass jeder Mensch auf Konflikte und Umwelteinflüsse verschieden reagiert und seine eigenen Symptome produziert.

Was macht aber die Schulmedizin? Sie gibt standarisierte Medikamente für etikettierte Krankheiten und erkennt nicht, dass jeder Kranke eine auf ihn abgestimmte Behandlung braucht. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Pharmalobby unsere Selbstheilungskräfte sabotieren will. Wir müssen wieder lernen, die URSACHE der Krankheiten zu finden und nicht die Heilphasen des Körpers zu unterdrücken.

Ich lehne durchaus nicht alles in der Schulmedizin ab.


Die Notfallmedizin z.B. rettet Millionen von Menschen das Leben und ist in der Tat sehr forschrittlich! Was ich kritisiere ist, dass man von den Leidenden Milliarden schäffeln will, dass man kranken und leidenden Menschen noch mehr Leid zufügt. Was ich möchte ist ein Gesundheitssystem, das die Biologie mit einbezieht und nur für die Gesundheit der Menschen, ohne lukrative Hintergedanken, einsteht.
Krankheiten sind nicht zur Bereicherung einiger weniger da.

Ich will betonen, ich werfe nicht allen Ärzten Geschäftsmacherei vor. Das werfe ich nur der Pharamaindustrie und ihren Handlangern vor.

Ich verlange nur, daß man sich mehr mit dem Wesen der Krankheiten beschäftigt und sich auch mal aus einem anderen Lager die Ideen holt. Chronische und komplexe Krankheiten sind im Vormarsch, und wir müssen, zum Guten der Patienten, andere Wege einschlagen.


Author: Hans Rapold
Publiziert: 7. November 2016
 

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