Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.

Erinnern Sie sich noch an meinen Artikel wo ich prophezeite, dass die nächste Krise von der Automobilbranche her kommt? Nun was soll ich sagen, ausser dass ich in diesem Fall gerne unrecht gehabt hätte. Aber schauen Sie selbst.


Die Charts sprechen für sich und brauchen wohl keine weitere Erklärung.

Das System schafft sich ab, es ist offensichtlich

Thilo Sarrazins Buchbestseller und Slogan "Deutschland schafft sich ab" ist ein guter Einstieg. Obwohl man differenzieren muss: die Finanzmärkte schaffen es tatsächlich sich selbst abzuschaffen. Es wird bald eine Art Finanzmarktexplosion geben. Deutschland hingegen wird abgeschafft. Genügend Kräfte im Inneren als auch Äusseren gibt es, die emsig, zielstrebig und ohne Unterlass auf dieses Ziel hinarbeiten. Gesellschaftlich und politisch geht es ohne Pause bergab in diesem Land und Europa. Wer es nicht merkt, der ist eigentlich kein Schaf mehr (Schafe haben noch so etwas wie einen Überlebensinstinkt, wenn man ihnen an die Wolle bzw. ans Leder will). Nein, der ist jetzt schon der perfekte Sklave, von dem eine kleine, elitäre Minderheit träumt. Der Wunschtraum wäre eine unkritische Masse Mensch mit einer unkritischen Masse Hirn und einem niedrigen IQ, der alles glaubt, mit dem man wirklich alles machen kann und der alles tut, was man von ihm verlangt.

Finanzmärkte tun, was man ihnen aufzwängt

Wer immer noch meint, es handle sich dabei um freie Märkte, der meint auch, 50 Gramm Fleisch würden eine gute Suppe ergeben. Diese Märkte sind schon lange nicht mehr frei – mit der Finanzkrise 2008 und dem Beinahe-Crash des Systems haben die Marktbetreiber das grosse Aftersausen bekommen. Wie immer musste Zeit erkauft werden, koste es Abermilliarden an Abermilliarden und was es wolle. Darum sind die wichtigsten Zinsen auf dieser Welt überhaupt, die Leitzinsen in den USA, seit dieser Zeit (dem Jahr 2009) auf Niedrigstniveau.

Blicken Sie auf die letzten zehn Jahre seit 2007/2008 zurück

Die internationalen Aktienmärkte erlebten einen neuen Höhenrausch, die Zinsmärkte einen Tiefenrausch. Der Ölpreis befand sich im Ölrausch bis innerhalb kurzer Zeit (jeweils 2008 und 2014/2015) eine gewisse schmerzhafte Ernüchterung eintrat. Den US-Dollar gibt es immer noch, weil eigentlich alle  globalen Finanz- und Warenprodukte in diesem geldwerten globalen Tauschmittel "notiert" werden müssen. Die Gold- und Silberpreise dümpeln auffälligerweise nur vor sich hin. Einen Goldrausch hat es bisher keinen gegeben. Der kommt aber noch, wenn beim US-Dollar wegen Auflösungserscheinungen eine gewisse Ernüchterung und das zitierte Sausen eintritt.

Sind alle Finanzmärkte und die Zentralbanken frei?

Sie können jetzt leicht und oberflächlich sagen, das ist das Charakteristikum freier Märkte. Wenn man allerdings genauer hinsieht merkt man schnell, wie da getrickst, manipuliert, gepuscht, gedrückt, stabilisiert, hineingepfuscht, hineinalgorithmisiert und zentralbankmassnahmisiert wird. Apropos Zentralbank. Die Zentralbanken sollten hauptsächlich für die Stabilität der eigenen Währung verantwortlich sein, aber nicht für fremde Aktienmärkte. Warum sich die Schweizerische Nationalbank im amerikanischen Aktienmarkt übermässig einmischt, engagiert und einkauft ist für die Wissenden und Verstehenden nur zu verständlich. Sie muss die amerikanischen Aktienzugpferde stützen und die eigene Währung schwächen. Aber aus welchem Grund und aufgrund welcher Veranlassung? Das ist keine nationale Zentralbankpolitik. Das ist ein Eingriff und eine Manipulation in fremde Finanzmärkte. Letztendlich können die Finanzmärkte gar nicht frei sein, weil es die Zentralbanken auch nicht sind. Zumindest die meisten und die westlichen ZB's sowieso.

Am Ende des Wegs und des Systems

Wir befinden uns definitiv am Ende der letzten Phase des modernen globalen Zins- und Zinseszinssystems. Ansonsten wären diese Massnahmen nicht erforderlich. DAS IST EIN CHARAKTERISTIKUM. Aber in dieser letzten Phase müssen die Schafe und Sklaven über die Medien so gehirngewaschen und geführt werden, dass sie nicht merken was los ist. Zusätzlich erschafft man eine Finanzmarktinfrastruktur mit ausgefeilten technischen Möglichkeiten, die alle Beteiligten auf allen Ebenen verrückt und gleichzeitig gierig macht und den Blick auf das Wesentliche verhindert.

Wo stehen wir jetzt, kurz am Ende des Systems?

Welches Zusammenspiel gibt es zwischen den Märkten? Welche gegenseitigen Beeinflussungen finden statt? Wer wird (beispielsweise währungstechnisch) unter Druck gesetzt? Welche Auffälligkeiten gibt es? Was ist "nicht normal"?

Es ist offensichtlich, es liegt deutlich vor uns

Wenn ich auf die Märkte und meine Charts schaue sehe ich die Auffälligkeiten überall. Was nichts anderes heisst, als dass durchaus massiv (z.B. mittels der monatlichen EZB-Anleihenkäufe um die 60 Milliarden EURO) eingegriffen wird. Gerade was diese Summe von 60 Milliarden EUR Euro-Anleihenmarkt-Hilfe angeht, glaube ich diese Summe schon lange nicht mehr. Das sind Beruhigungspillen für das Volk. Wenn es massiv kriselt, drückt man ungeniert auf den Gelderschaffungsknopf bei der EZB in Frankfurt. Am Ende der letzten Phase ist das sowieso egal, weil das System erhalten werden muss.
Derweilen nehmen die Ungleichgewichte im Zahlungssystem der europäischen Notenbanken namens Target2 weiter zu. Der deutsche Target2-Saldo und die deutschen Forderungen machen in der letzten verfügbaren Zahl 814 Milliarden EURO aus. Was ist das überhaupt für ein absolut kranker, systemischer Wahnsinn der da vor sich geht? Das ist ein EURO-Salden-Irrenhaus welches aufgebaut wurde und niemand mehr versteht.

Systemlaufzeit schon lange überschritten

Die amerikanischen FED-Zentralbanker wissen ganz genau, dass die übliche maximale Laufzeit eines Zins- und Zinseszinssystems von angenommenen 50 Jahren schon längst überschritten ist. Es dürfte dem technischen Fortschritt geschuldet sein, dass die Verlängerung mit den zusätzlichen 54 Jahren (seit der Gründung der FED im Jahr 1913) anhält. Diesmal crasht das System von einem hohen technischen Niveau aus gesehen. Und mit den tückischen Eigenheiten eines technischen Systems.

In Zukunft, liebe Leserinnen und Leser, werde ich Ihnen ein mal pro Woche einen Rundumblick über die wichtigsten Märkte geben. Nutzen Sie diesen zu Ihrem Vorteil solange es noch geht.


Author: "Finanzleak"
Bild: http://www.zerohedge.com/
Publiziert: 21. März 2017

 

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