Gentechnologie - Die Kontrolle unserer Nahrung - Teil 1

"Nahrung ist Macht! Wir setzen sie ein, um Verhalten zu ändern. Manche mögen das Bestechung nennen. Wir entschuldigen uns nicht."
[Catherine Bertini, Vorstandsmitglied des Welternährungsprogrammes der Vereinten Nationen (zuvor Stellvertretende US-Landwirtschaftsministerin) vor dem Welternährungsgipfel der UNO im November 1996]

Bevor wir uns die Gentechnologie genauer ansehen, müssen wir uns zuerst mal die Frage nach der Ethik stellen.


  • Ist Leben patentierbar? Kann jemand einen Besitzanspruch auf eine bestimmte Lebensform mitsamt deren Nachkommen anmelden?

  • Ist es moralisch vertretbar, ein Tier zu „erfinden“, das schon krank zur Welt kommt wie z.B. die Krebsmaus?

  • Dürfen wir die Natur uns anpassen oder müsste es nicht umgekehrt sein?

  • Haben wir die Erde nicht schon genug manipuliert und zerstört? Müssen wir das nun bis zum Exzess weiter treiben?


Alle Welt spricht von Moral und Ethik, und viele geben vor, diese zu praktizieren.

Es wird einem sehr schnell klar, dass die Vorstellung von Ethik in einigen Kreisen mehr als fragwürdig ist. In diesen Kreisen wird die Ethik mit dem Verstand definiert und nicht mit dem Herzen. Denn der Verstand kann, wenn er nur will, auch die falschesten Verhaltensweisen rechtfertigen.

"Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die Gesellschaften. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben."
[Edward Bernays, (1891-1995) “Vater“ der Public Relations]

Das nur vorab, nun zum Thema:

Wo begann die Genmanipulation?

Die weltberühmte und berüchtigte Rockefellerstiftung ermöglichte 1984 die erste umfassende Erforschung der Gentechnologie und der wirtschaftlichen Möglichkeiten bei Pflanzen. Man nannte es damals ein „grösseres, langfistiges Engagement für die Gentechnik bei Pflanzen“. Das Ziel war eine „Gentechnische Revolution“ zur Schaffung genetisch veränderten Pflanzen. Dies liess sich diese sogenannte „Stiftung“ bis 1994 einige Hunderte Millionen Dollar kosten. Einige dieser Gelder wurden für die Forschung und Entwicklung der Gentechnologie benützt, und einiges mehr wurde dazu benützt, um ihre Anwendungen zur Umstellung der Weltnahrungsmittelproduktion zu propagieren. Wie man sieht, hatten die strategischen Pläne einen hohen Stellenwert. 1984 genehmigte diese Stiftung ein Projekt zu molekularbiologischen Verfahren für die Züchtung von Reis. Für den grössten Teil der Weltbevölkerung ist dies die Hauptnahrung. Wie man sieht, gibt sich die Stiftung nicht mit Kleinigkeiten ab. Danach kam der Mais und andere Pflanzen.

„Wer das Oel kontrolliert, der kontrolliert das Land; wer die Lebensmittel kontrolliert, kontrolliert das Volk.“
[Henry Kissinger sagte dies schon Mitte der 1970er]

Monströse Projekte

Wissenschaftler, die in ihrem Ehrgeiz auf die verrücktesten Ideen kommen, versuchen Fliegen mit 14 Augen, Riesenschweine und Riesenmäuse „herzustellen“. Auch sollen menschliche Gene in Tiere und Pflanzen „eingebaut“ werden. Man hört sogar, daß es Spargel mit Rattengenen geben soll. Man hat das Gefühl, im schlimmsten Frankenstein Film zu sitzen.

"Die Menschen sind entweder liebenswürdig zu behandeln oder unschädlich zu machen, denn wegen geringfügigen Unrechts rächen sie sich."
[Niccoló Machiavelli]

Gennahrung auf dem Vormarsch

Wir reden hier von einem der wichtigsten Themen unseres Jahrhunderts. Die Risiken und Gefahren der Genmanipulation sind bislang noch nicht abschätzbar. Weder an Pflanzen noch an Tieren oder gar am Menschen. Es ist und bleibt ein unkalkulierbares Risiko. Natürlich nur für uns, das Volk, nicht für die Eliten. Das haben die deutschen Versicherungskonzerne auch schon gemerkt und schliessen jede Haftung für Gentechnikfolgeschäden aus. Das sagt doch alles! Aber denoch bauen rund 7 Millionen Landwirte in 18 Ländern Genpflanzen an.

Die deutsche Futtermittelindustrie versucht offenbar zu verhindern, dass Landwirte gentechnikfreie Futtermittel einkaufen können.

"Während die Supermärkte nach Einführung der Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die Inhaltsstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten, seit 18. April 2007 kaum Lebensmittel anbieten, die gekennzeichnet werden müssen, tituliert die Futterbranche ihre Produkte der Einfachheit halber gleich durchweg als gentechnisch verändert. Begründung: Eine korrekte Kennzeichnung sei aufgrund des hohen Anteils an US- und lateinamerikanischen Gensoja zu aufwendig. Dabei kann sich die Branche darauf berufen, dass Fleisch, Milch, Käse, Joghurt, Eier und andere tierische Produkte nach dem neuen Gentechnikgesetz generell nicht kennzeichnungspflichtig sind.

Für Christoph Then, Gentechnik-Experte von Greenpeace, ist klar, welche Absicht hinter dieser Praxis steht. Die Futtermittelkonzerne wollen „einen neuen Qualitätsstandard ohne Gensoja verhindern“. Mit der falschen Bezeichnung gentechnikfreien Futters als Gentechnikware sollen Fleischvermarkter in die Knie gezwungen werden, die Tierfutter ohne Gentechnik einsetzen wollen. Als Beweis präsentierte Greenpeace 2007 Schreiben von Futtermittel Konzernen.

Dabei ist gentechnikfreies Soja derzeit noch keine Mangelware. Seit Dezember 2003 (bis 2007) hat Greenpeace in Hamburg auf zehn Schiffen mit Soja Proben genommen und von unabhängigen Instituten untersuchen lassen. Bei den letzten beiden Schiffen, die aus Brasilien kamen, lagen die Verunreinigungen mit Gensoja deutlich unter 0.9 Prozent. Die Ware müsste also laut neuer Verordnung nicht gekennzeichnet werden. U.S.-Schiffe haben hingegen generell einen hohen Anteil von 27 bis zu 97 Prozent Gensoja an Bord."
[Klaus Schramm]

In Sachsen wird trotz aller Warnungen der Anbau von Genpflanzen forciert. Der Anbau hauptsächlich von Genmais legte allein zwischen 2006 und 2007 von 230 auf 568 Hektar zu, wie des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mitteilt. Und nach alledem was wir hier gelesen haben, fragt sich doch tatsächlich die Presse, warum es in Amerika und Europa ein so grosses Bienensterben gibt!

"Die Menschen werden erkennen, dass ihnen ein System aus Kontrolle, Täuschung und Manipulation einprogrammiert wurde."
[James, Nexus Magazin]

Im Irak machten die US-Konzerne kurzen Prozess. Dort wurden die Bauern per Gesetz zum Einsatz gentechnischen Saatgutes verpflichtet. Die Lager mit konventionellem Saatgut wurden kurzerhand vernichtet. Für alle Bauern eine Katastrophe, denn nun müssen sie ihr Saatgut jedes Jahr von den Multis wie Monsanto kaufen – und die kontrollieren die Preise. Kissinger hatte Recht.

Bei dieser kleinen Machtelite, die die Genmanipulation gegen alle Widerstände vorantreiben, geht es nicht etwa nur um Geld oder Profit. Davon haben sie genug, da sie die Federal Reserve, Bank of England, Bank of Japan und die Europäische Zentralbank unter Kontrolle haben. Nein, es geht um die Kontrolle über das künftige Leben auf diesem Planeten. Es ist abzusehen, wenn man diese Leute nicht aufhält, sie in ca. 10-20 Jahren die totale Kontrolle über die Nahrungsmittelerzeugung auf der Erde ausüben werden.

„Innerhalb von fünf bis höchstens zehn Jahren werden sich wesentliche Teile der weltweiten Nahrungsmittelversorgung in den Händen von nur vier global agierenden Grosskonzernen befinden. Diese Firmen halten exklusive Patente auf Saatgut, und zwar um solches, das genmanipuliert wurde. Eine besondere Entwicklung ist das „Terminator-Saatgut“. Es lässt nur eine Fruchtfolge zu. Danach begehen die Samen „Selbstmord“ und sind als Saatgut nicht verwendbar. Damit soll sichergestellt werden, dass Saatgut jedes Jahr neu erworben werden mu. Ein Geschäft, das der Teufel nicht hätte besser erfinden können. Wird diese Entwicklung nicht aufgehalten, entsteht eine neue, bislang nicht für möglich gehaltene Form der Leibeigenschaft.“
[F.William Engdahl, US-Autor]
Dem ist nichts hinzuzufügen.


Author: Hans Rapold
Bild: https://www.catering.de/
Publiziert: 12. Juni 2017

 

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